Mein erster Triathlon 29.06.2008
Dieser Tag präsentierte sich von der besten Seite. Spiez unter wolkenlosem, klarem Himmel. Das Thermometer zeigt 30, die Seetemperatur über 19 Grad. In Begleitung von Philipp, immer noch nervös, hole ich meine Startnummer. Am Eingang der Wechselzone wird die Startnummer, das Fahrrad und der Helm kontrolliert. Hier herrscht eine angenehme, ja fast familiäre Atmosphäre. So viele Athleten waren da nicht, die diesen klassischen Distanz absolvierten. In der Unterzahl die Frauen.
Nachdem ich alles bereit habe, orientiere ich mich nach den verschiedenen Ausgängen für die Velofahrt und das Laufen. Als Neuling bin ich teilweise schon etwas verunsichert. Aber unter den vielen Profis hat es auch ein paar andere wie ich!
20 min vor dem Start, herrscht plötzlich Aufbruchsstimmung. Die Neoprens werden angezogen, Kappe und Brille aufgesetzt. Los gehts zum Start. Meine Nervosität sinkt und ich bin voller Vorfreude. Eigentlich hätte ich mich gerne eingeschwommen, um meinen Kreislauf etwas anzukurbeln. Nun ja, plötzlich ist schon Zeit für den Start, ohne Einschwimmen. Die ersten paar Meter waren folglich auch suboptimal. Ich ringe nach Luft und frage mich, ob ich es überhaupt bis zur ersten Boye schaffen werde? Nach ein paar Brustzügen und tiefen Atemzügen, wird mein Herzschlag langsamer und ich finde mein Tempo. Konzentriert auf das Schwimmen, vergesse ich aufzuschauen um mich zu orientieren. So kommt es, dass ich leicht abdrifte. Ab diesen Zeitpunkt orientiere ich mich öfters und schaue immer wieder aus dem Wasser. Wobei ich jedes Mal einen Schluck Wasser trinke...
Das Schwimmen im See ist wirklich schön und ich geniesse jeden Armzug. Die Zeit vergeht schnell und nach 33min steige ich aus dem Wasser. Die Wechselzone ist praktisch leer, es war schon fast alle weg. So finde ich sehr schnell mein Rad;-)
Beim Ausziehen des Neos verliere ich am meisten Zeit. Mit nassen Füssen rein in die Fahrradschuhe. Helm auf und Rad fassen, jetzt kommt meine Lieblingsdisziplin. Auf dem erste Kilometer gehts nur bergauf von der Bucht auf Bahnhöhe. Ich fühle mich fit auf dem Rad und komme schnell in ein flottes Tempo. Es tut gut etwas aufzuholen. Ich überhole einige Athleten. Die Strecke ist sehr angenehm, die Steigungen nie über 5% und somit gebe ich mein Bestes. Ich denke einfach gar nicht daran, dass noch das Laufen ansteht, dass hätte mich nur demotiviert.
Bereits waren die 40 km vorüber. In der Wechselzone heisst es nun, Socken und Laufschuhe anziehen, Hut auf und ab gehts!
Das Laufen ist dann auch das Härteste und eine echte Herausforderung. Bereits nach einige Metern, kann ich mir nicht vorstellen noch 10km zu laufen. Es ist brutal heiss und geht wieder bergauf...und dies eine ganze Weile an der prallen Sonne. Ich komme nur langsam vorwärts. Meine Beine sind schwer und es kommen Gedanken wie, was mach ich hier eigentlich? Weshalb tue ich mir das an? Kennt Ihr ja auch. Nun da hilft nur, abschalten, an etwas Schönes denken, zum Beispiel an den Zieleinlauf. Und überhaupt gehts Allen gleich. Endlich kommt der Wendepunkt und nun gehts besser. Ich werfe noch ein paar Dextroenergen rein und plötzlich läuft das Motörchen wieder. Nach 58 min Laufzeit und insgesamt 2h 54 min laufe ich glücklich über die Ziellinie ein und Philipp in die Arme.
Ihr fragt Euch jetzt bestimmt, ob ich das wieder tun werde? Die Antwort ist natürlich: Ja. Es war ein tolles, herausforderndes Erlebnis!
Der Tag davor - mein erster Triathlon!
Morgen ist es soweit! Ich werde meinen allerersten Triathlon absolvieren. Ob ich nervös sei? Ja und wie. Ausserdem fühle ich mich heute so müde und spannungslos wie schon lange nicht mehr. Aber das ist normal. Und irgendwie hab ich gar keinen Apetit mehr, obwohl ich heute meine Kohlenhydratspeicher weiter füllen sollte. Auch das ist normal.
Letzten Sonntag habe ich in Liestal einen halben olympischen Triathlon absolviert. Philipp hat im Schwimmbad die Wechselzone überwacht.
Ich bin vor 9.00 Uhr gestartet und da war es schon sehr heiss. Ich habe mich fit gefühlt und nur am Schluss war es eigentlich zum Laufen bereits zu heiss. Morgen wirds jedoch ähnlich sein.
Am Mittwoch Abend bin ich zur Vorbereitung mit Livia über den Bielersee geschwommen und wieder zurück. Mit Neproen! Eigentlich war es fast zu warm, doch auf den Auftrieb mit dem Neo, mochten wir nicht verzichten;-) Jedenfalls war es ein Erlebnis. Die Herausforderung ist, dass ich die Orientierung behalte. Im See sieht man nichts, man schwimmt einfach. Zudem war es auf der einen Seeseite wahnsinnig windig und so waren die Wellen relativ hoch. Das war anstrengend!
Und sonst hab ich die Woche einfach nur das schöne Sommerwetter genossen. Zum Beispiel mit Sayuri im Marzili:
Drückt mir die Daumen für den Spiezathlon. Ich starte um 13.50 um 1,5km zu schwimmen, 40km zu radeln und 10km zu laufen. Ihr hört wieder von mir, wenns vorüber ist,-)
Auf dem Weg ans Meer 6.-14. Juni 2008
Wir sind zurück und habens geschafft! In sechs Tagen sind wir von Bern nach St. Raphael gefahren. Insgesamt sassen wir 30 Stunden auf unseren Drahteseln und haben über 650km und 6000Höhenmeter hinter uns gelassen. Es war ein wunderbares Erlebnis!
Das Wetter wurde neben unserer Ausdauer zum zentralen Element. Wir hatten Glück, nass wurden wir nur am ersten Reisetag, dafür so richtig. Danach wurde das Wetter jeden Tag etwas besser.
Angekommen in St. Raphael bezogen wir ein schönes Zimmer in der Villa Melodie bei der charmanten Francesca direkt am Meer. Neben den vielen regenerativen Stunden am und im Meer, lockte uns die schöne Küste bereits nach einem Ruhetag wieder aufs Fahrrad. Doch ohne Gepäck fährt es sich viel leichter;-)
Auch die Heimreise per Easy Jet wurde ein kleines Abenteuer! Wir sind daran die Photos zu sortieren und ausführliche Berichte zu schreiben...bald erfährt Ihr hier noch mehr.


Geburtstagswochenende 31.5 / 1.6.08
Am Samstag feierte ich meinen 31. Geburtstag. Wir haben im Gluglu regelrecht in den Geburtstag hinhein getanzt;-)
Dementsprechend war die Müdigkeit am Samstag hoch. Ich unternahm am Samstag wenig...denn eigentlich war Sonntag der grosse Tag! Am Morgen 10km Frauenlauf und am Nachmittag mit meinen Liebsten im Garten grillieren.
Es war schon eine Weile her, dass ich an einem Wettkampf teilgenommen hatte und so war ich etwas (sehr) nervös vor dem Start.
Der Startschuss fiel und die Frauen bewegten sich langsam über die Startlinie. Es war ein gutes Gefühl von der Menge so getragen zu werden. Bereits auf den ersten paar Kilometer schoss mein Puls weit über meinen Trainingsbereich hinaus. Ich lief konstant weiter, obwohl es etwas schnell war. Die ersten Runde, bzw. die ersten 5km gingen rasch vorbei. Ich war gut drin und hoffte einfach so weiterlaufen zu können. Einen kurzen Hänger hatte ich auf der Monbjoubrücke...es war heiss und vor mir lag der Anstieg im Kirchenfeld. Immer wieder durchstiessen mich Adrenalinschübe, vorallem am Ende. Auf den letzten 300 Meter hatte ich sogar noch die Kraft für einen Endspurt. Ich lief nach 55min über die Ziellinie und war happy!
Nach einem kurzen lockeren Schwumm im Marzili kamen auch schon bald unsere Gäste. Es wurde angestossen, gegrillt, gegessen, geschwatzt und viel gelacht. Es herrschte eine sehr ausgelassene Atmosphäre im schönen Garten von Mone am Erlenweg 16. Und ich wurde reich bescherrt mit coolen Geschenken: einen Reiseführer nach Hawaii, ein Jamie Oliver Kochbuch und einen Frauenabend mit Catja und Andrea für ein Abendessen und Kino (Sex and the city)!!
25.05.2008 Über die Schwägalp
Noch im Bett liegend, höre ich bereits den Regen draussen. Oh je, es ist Sonntag und wir haben eine kleine Tour in der Ostschweiz vor. Nach einer kurzen Blick auf meteoschweiz.ch ist klar, dass wohl die Ostschweiz für den heutigen Tag eine super Reisedestination ist. Kein Regen dort!
Frühstücken, packen und Reifen pumpen und los gehts auf den Zug nach Wil. Je östlicher wir fahren, desto schöner wird das Wetter. Jupiee! Die Reise ist dank NZZ am Sonntag und Gipfeli recht kurzweilig. Wer hatte gewusst, das Schlangen Erdbeben prophezeien können? Interessante Sache, obwohl ich mich gar nicht für Schlangen interessiere, im Gegenteil. Doch die panische Ansgt löst auch immer wieder grosses Interesse aus. Nun ja, jedenfalls habe man in China ein paar Tage vor dem Erdbeben gefangene Kobras beobachtet, die sich unruhig und immer wieder gegen den Käfig geschmissen hätten. Viele davon haben sich dabei verletzt. Die Tier hätten die kommende Gefahr gespürt und versuchten zu fliehen...
In Wil scheint die Sonne und nachdem Philipp sein Grillfleisch eingekauft hat, waren wir startklar. Es ging los in Richtung Wattwil. Wer meint der Weg ins Toggenburg sei relativ flach, der irrt. Es geht den Hügel rauf und wieder runter, erst gemächlich, ab Wattwil bis Nesslau etwas steiler. Mit den 90 schnellen Kilometer von Samstag in den Beinen, war das nicht gerade eine regenerative Tour. Die Königsetappe lag noch vor uns. Nach einem kleinen Riegelimbiss (hmm fein!) gings mit 10%-iger Steigung rauf auf die Schwägalp. Es war hart aber die schöne Landschaft tat das allemal wett! Ich spürte nicht nur die Beine sondern auch das Gepäck...wie wird das wohl, wenn wir nach Frankreich fahren werden?
Nach einem kurzen Halt auf dem Pass fuhren wir auf der anderen Seite die Serpentinenstrasse runter. Das war cool! Zwischen Urnäsch und Appenzell blies uns ein heftiger Wind entgegen. Philipp fuhr voraus und ich war froh in seinem Windschatten fahren zu können. Ich war bis gestern wohl noch nie in diesem Gebiet unterwegs? Es war wunderschön und die Landschaft irgendwie lieblich und sanft. Einfach etwas ab vom Schuss;-)
In Appenzell haben wir auch schnell den Weg zur Grillparty gefunden. Das war gut so, der Hunger war nämlich gross!
