Sonntag
28Jun

Einmal ist das erste Mal

Nachdem es mir gestern nicht so gut ging und ich auf der faulen Haut gelegen bin, musste heut mal wieder eine Bergtour her. Die heutige Tour brachte gleich zwei Premieren mit sich mit: Ich bin das erste Mal über den Pragelpass gefahren und noch nie zuvor 170km an einem Tag gefahren.

Eigentlich hat die Tour nicht so toll begonnen. Nach 50 Meter den ersten Platten. Rasch den Schlauch gewechselt, Luft mit der Patrone reingelassen und gleich Mal das halbe Quartier geweckt. Der Schlauch ist geplatzt! Mmh, kann auch nur einer Anfängerin wie mir passieren;-) Was blieb mir anderes übrig, als nach Hause zurück zu gehen, nochmals den Schlauch wechseln und gleich einen Neuen (mein Letzter auf Vorrat) einpacken. Nun bin ich bereits recht geübt, was das «Schlauchwechseln» betrifft...

Ich brauch hier nicht im Detail zu schreiben, wie sich der Pragel so anfühlt, da hats auf qualdich.de eine recht gute Beschreibung davon. Natürlich bin ich den Pass von Osten her gefahren. Irgendwie dachte ich mir, 1000 Höhenmeter auf 20km, dass kann ja nicht so arg sein. Doch da hatte es echt viele steile Passagen zwischen 9 und 13% und dies von unten bis ganz nach oben. Zwischendurch hat es zweimal längere relative Flache Stücke. Ich war also recht froh, als ich oben war. Es lief heute nicht besonders gut. Aber diese Berge, die machen das Leiden wieder wett:-)

Die Abfahrt war dann auch nicht wirklich ein Genuss. Es ist dermassen steil, dass man die ganze Zeit bremsen muss. Ich glaub morgen hab ich in den Armen davon Muskelkater;-) Also der Pragel bietet landschaftlich einiges (Bilder), doch zu meinen Lieblingspässen wird er nicht zählen.

In Schwyz hab ich Kaffeepause gemacht und meinen Hunger gestillt. Rauf auf den Sattel war dann recht angenehm. Die Steigung ist da moderat. Ich hab auch die Gegend um den Ägerisee heute entdeckt. Da ist es wunderschön und es macht Spass entlang des Sees zu fahren. Da meine Beine langsam müde wurden, hab ich die einfachste Variante zurück nach Zürich gewählt: Shilbrugg-Zürich.

Nun, morgen geh ich mal ein paar neue Schläuche kaufen...

Tour: Zürich - Ziegelbrücke - Glarus - Pragelpass - Schwyz - Sattel - Ägeri - Shilbrugg - Zürich

Details: 170km, 1800Hm, max. Steigung 13%, durchschnittliche Steigung 5%

 

Montag
22Jun

Open Water Training

Die letzten vier Tage bin ich ganze drei Mal ins Wasser gesprungen um zu schwimmen. Das Paradoxe an der Geschichte ist: Ich schwimme unglaublich gerne, aber halt noch nicht so gut. Weiter finde ich das Schwimmen im Neo gar nicht mal besser als ohne. Einerseits drückt mir der Anzug auf die Lunge und andererseits hab ich echt Mühe die Orientierung im See zu behalten.

Deshalb bin ich Sonntag früh mit ein paar anderen Freeradicals im Pfäffikersee geschwommen. Einmal über den See und zurück. "Übung macht den Meister", nicht wahr?!

Die erste Hälfte lief mir ziemlich schlecht. Ich hab mich nicht wohl gefühlt und bin im Zickzack auf die andere Seeseite geschwommen. Einmal sogar im Kreis! Jedenfalls sah ich das andere Seeufer, als ich den Kopf aus dem Wasser hob.
Beim Zurück-Schwimmen hab ich dann einen Punkt am Horizont ausgewählt. Hab alle paar Armzüge den Kopf aus dem Wasser gehoben und nach dem Punkt ausschau gehalten. Das hat mir geholfen und so kam ich in einen guten Rhytmus. Das war schon besser!

Montag Abend, fuhr ich nach der Arbeit mit viel Wiederwillen zum Mhytenquai. Auch ich muss ab und zu meinen inneren Schweinehund überwinden! Es war kalt und regnete andauernd. Aber was solls, wenn man mal im Wasser ist, spürt man den Regen und die Kälte nicht mehr. Das hab ich jedenfalls im Voraus gemeint.

Da waren wir also im Wasser, etwa zu 25-igst, alle mit farbigen Badekappen. Geschwommen sind wir nicht so viel. Es ging darum, von wertvollen Tipps von zwei erprobten Triathleten zu profitieren. Die beiden haben mit Ihrem Humor dazu beigetragen, die Kälte im Wasser etwas zu vergessen. Ich weiss jedenfalls jetzt auf was es ankommt beim Starten, beim Orientieren, wie man eine Boye anschwimmt und wie man im Wasserschatten schwimmt. Ja genau, im Wasserschatten, wie beim Radfahren im Windschatten! Wusste gar nicht, dass es das gibt. Ihr vielleicht?! Jetzt muss ich das nur noch üben und jemanden finden der mein Tempo schwimmt;-)

 

Donnerstag
18Jun

Jetzt kann ich das auch!

Heute musste ich ziemlich ab mir selber lachen! Hab ich doch Sonntag Abend in einer gemütlichen Runde noch grossartig erzählt ich hätte noch nie einen Platten selber flicken müssen beim Rennrad fahren. Und so war das auch. Mit Betonung auf «war».

Ich hatt nämlich die gute Idee, vor dem Schwimmtraining heute, noch ein paar Kilometer zu radeln. Diese Idee ist plausibel, wenn man bedenkt, dass Petrus ab morgen den Winter ins Lande ruft. Arghh!! Schnee auf 2000 Meter über Meer. Wie soll man da vernünftige Pässe fahren können am Wochenende?!?!

Nun gut. Mein Plan: einmal um den Zürichsee und direkt nach Opfikon zum Schwimmen. Das erste Malheur ereignete sich nach knapp 40km als der Damm einfach nicht kam...Ich war mir sicher, dass das weniger weit war. Plötzlich sah ich dann auch die Kirche von Lachen und mir wurde klar wo ich war.
Das kommt davon, wenn man den See immer in derselben Richtung fährt. Ich meine, ich fahr immer anders rum, weil man da bei den Lichtsignalen nie halten muss...;-)

Die Zeit wurde knapp. Zurück fahren zum Damm und nach Opfikon. Das reicht nicht mehr! Also würde ich in Rappi mal schauen, ob da ein Zug zurück nach Zürich fährt, dann sollte das klappen. Ich fahre also guten Mutes über den Damm und plötzlich höre ich ein seltsames Geräusch: pffffffffhhhhhh....Ja und so war das dann auch. Nach ca. 20 Meter war die Luft raus. Meinen 2. Platten in 2 Tagen (der andere beim Stadtvelo). Nicht schlecht!!

Nun diesmal musste ich ihn alleine flicken bzw. den Reifen wechseln. Natürlich war das keine Übung von 2 Minuten:-) Es ging etwas länger, aber schlussendlich war im Reifen wieder Luft und ich konnte weiter fahren. Nur war jetzt die Zeit viel weiter fortgeschritten als mir lieb war. Zum Schwimmen reichte das auch mit dem Zug nicht mehr.

Aber Schwimmen kann ich auch morgen wieder. Ja und jetzt fängts bereits zu regnen an...

Montag
15Jun

I did it again - Zytturm Triathlon 

Leute, als ich im Wasser war, da dachte ich wieder: «Wieso tust Du Dir das an??». Und spätestens als ich auf dem Rad sass und dem See entlang die fast flachen 40km abfuhr, wusste ich es. Es macht einfach riesig Spass und ist und bleibt eine Herausforderung. Wohl gerade wegen dem Schwimmen.

Aber von vorne: bereits am frühen Morgen herrschte super Wetter und gute Stimmung in der Wechselzone in Zug. Die Boyen draussen auf dem See lugten mich zwar schon ganz fies an. Doch ich liess mich nicht einschüchtern.

Die Ruhe vor dem Sturm!

Der Startschuss für die Ladies fiel um 8.40 Uhr und vor lauter Aufregung hab ich ganz vergessen meine Uhr zu starten. Ich schwamm los und versuchte auf der gesamten Länge von 1500 Metern meinen Rhythmus zu finden. Ich hatte Mühe mit der Orientierung und bin ein paar Mal ziemlich weit abgedriftet. Und die Boyen kamen einfach nicht näher...Irgendwie war ich dann doch da. Uff, geschafft!!

Auf dem Rad kam die Welt langsam wieder in Ordnung. Der Puls sank und ich fuhr volle Kraft voraus. Es war herrlich, ich fand meinen Rhythmus und langsam kam ich den Mitstreiterinnen näher. Also lieber das Feld von hinten aufrollen, als überholt zu werden;-)
Die 40 Kilometer waren schnell gefahren. In Cham zeigte die Kirchenuhr kurz nach 10.15 Uhr. Wow, ich war überrascht. Ich war erst 1h 35min unterwegs. Die Wechselzone kam dann viel schneller als erwartet und so schaffte ich es nur noch aus einem Schuh raus. Das war echt lustig, ich hab ab mir selber lachen müssen. So bin ich mit einem Schuh am Fuss und der andere am Rad durch die Wechselzone zu meinem Platz gerannt. Ui, war das hier glatt auf dem nassen Asphalt.

Nun kam das Laufen. Ich hatte Respekt davor, da es letztes Jahr sauhart war. Die ersten zwei Kilometer wollte ich bewusst langsam angehen. Doch in der Europhie gelang mir das nicht so gut. Da meine Beine wie von alleine liefen, war das auch kein Problem. Die 10 Km waren im Nu um und ich das Ziel war schon da. Das hat sich gut angefühlt, obwohl ich nicht genau wusste, wie ich zeitlich drin lag. Doch in diesem Moment war das egal. Zeit ist relativ!!

Viel später, nachdem wir noch lange im Ziel rumstanden, alles zusammen gepackt haben und uns im Zuger Strandbar die Bäuche voll geschlagen haben, hab ich meine Zeit nachgeschaut. Mein Gefühl war gut:
2:40.52,9 ¦ Swim 32.57 92. ¦ Bike 1:14.37 72. ¦ Run 53.17 63

Bei meinem dritten Triathlon (voraussichtlich in Zürich) liegt wohl eine zeitliche Verbesserung von 14min nicht mehr drin!! ;-)

Vor lauter Nervosität hats nicht viele Bilder gegeben.

Samstag
13Jun

Der Tage davor...

Na, ja morgen ist Triathlon (Zyturm Triathlon in Zug) und irgendwie ist die Woche mal wieder gar nicht so gelaufen, wie ich das geplant hab. Wollte ich doch viel schlafen, gut trainieren und gesund essen...geschlafen hab ich fast nichts, trainiert dementsprechend halbherzig und gegessen zu wenig. Wer kennt das nicht. Pläne sind dafür da um sie über den Haufen zu werfen:-)

Mal ehrlich, wer fühlt sich vor dem Wettkampf schon topfit und hat das Gefühl genau Alles richtig gemacht zu haben für den Tag X. Mein Tag X wird das morgen nicht sein, nur eine Zwischenstation. Trotzdem bin ich sicher es wird ein bewegender Moment, bei diesem sommer-sonnigen Traumwetter.

Der See wird voraussichtlich 20 Grad warm sein. Gut, Schwimmen ist nicht meine Stärke und folglich platziere ich mich, damit ich nicht grün und blau geschlagen werde, eher hinten im Feld. Dort wo ich schwimme, schwimmen nähmlich nur die Enten und so wird das auch bei den Boyen kein Gerangel. Dann kommt meine Lieblingsdisziplin. Das Radfahren. Flache Strecke rund um den Zugersee in Aeropostion, dass wird schnell! Jedenfalls für meine Verhältnisse;-) Danach wirds hart. Laufen! Nachdem ich 3.5 Monate gar nicht gelaufen bin und erst seit gut 3 Wochen wieder damit begonnen hab, werden die 10km nicht meine Schnellsten werden. Bin gespannt, ob die Intervallläufe (Plan von Vik Motion) bereits Ihre Wirkung zeigen werden?!