Dienstag
08Sep2009

Ein perfekter Tag - meine erste Mitteldistanz

Wenn ich jetzt, zwei Tage nachdem ich in Locarno nach 5h 25min über die Ziellinie gelaufen bin, zurück denke, dann kann ich immer noch kaum in Worte fassen, wie ich mich dabei gefühlt hab. Das Gefühl war jedenfalls grossartig. Anders als bei einem olympischen Triathlon und zwar, nicht nur im Ziel sondern auch während des ganzen Wettkampfes.
Auf der olympischen Distanz ist alles so hektisch, hart und es fällt mir jeweils schwer, mich auf eine Disziplin einzustellen.


Auf der Mitteldistanz in Locarno fiel es mir ganz leicht. Wobei ich in allen Disziplinen eher etwas zurückhaltend war, jedenfalls jeweils zu Beginn. Besonders vor dem Schwimmen und dem Laufen hatte ich besonderen Respekt. Das letzte Mal als ich die Seeüberquerung von 2,6km von Männendorf nach Wädenswil geschwommen bin, hab ich schwer an mir gezweifelt. Dass kam mir so lange vor. Dazu kam ich nur torkelnd aus dem Wasser.
Am Sonntag ging ich deshalb das Schwimmen langsam an. Bereits nach ein paar hundert Metern schwamm ich dann mutterseelen alleine entlang der gelben, hohen Boyen. Das war eine mentale Herausforderung. Ich wusste ja nicht wie viele noch hinter mir waren, jedenfalls fühlte ich mich alleine. Im Wasser verliere ich jeweils auch jegliches Zeitgefühl. In diesem Moment kamen auch Zweifel auf. Ich versuchte meinen Kopf frei zu kriegen, positive Gedanken abzurufen und schwamm in meinem Rhytmus weiter. Trotz Wellengang und teilweise Orientierungsschwierigkeiten im Wasser kam der Ausstieg doch schneller näher. Gegen meine Erwartungen konnte ich an Land gleich in die Wechselzone loslaufen ohne jegliche Gleichgewichtsstörungen. Mein Rad zu finden, war in der Tat ein Kinderspiel, hatte es doch wirklich nur noch ganz Wenige;-)

Kaum sass ich auf dem Rad, fühlte ich mich entspannt und locker. Die Beine traten von alleine, der Puls blieb tief. Jetzt einfach nicht übertreiben, dachte ich. Ich ging die 80km sachte an und fuhr relativ locker das Maggiatal hoch. Die ersten 10km waren wir am Samstag noch zum Einradeln gefahren, so wusste ich genau was auf mich zukam. Je steiler die Strecke wurde - es galten 600 Höhenmeter auf den ersten 40km zu bezwingen - desto mehr Athleten konnte ich überholen. Das Feld von hinten aufzurollen ist halt doch sehr motivierend;-) Und dann war ich auch schon oben. Dank den guten Verpflegungstipps von Christoph, hatte ich keinen Energieabfall und fühlte mich jetzt beim Runterfahren immer noch frisch. Nun war es an der Zeit etwas Tempo zu machen. Runter fahren, dass kann ich gut! Die Strecke bot sich auch bestens an um in der Aeroposition zu fahren. Meine Gefühlskurve stieg weiter nach oben, als mir bewusst wurde, dass ich mehr als einen 30er Schnitt auf dem Rad hatte.

Diesmal hatte ich mir genau gemerkt wo meine Platz in der Wechselzone war;-) Trotzdem brauchte ich ein paar Sekunden mehr, weil mir meine drei erprobten Tri-Gspändli empfohlen hatten, Socken in die Laufschuhe anzuziehen. Jetzt nur den Kopf nicht verlieren. Ich hätte zu Beginn schneller laufen können, doch 20km können lang werden. Davor hatte ich grossen Respekt. Vier Runden à 5 km standen bevor. Ich fand sofort meinen Rhytmus, verpflegte regelmässig weiterhin alle 20-30min und fühlte mich einfach gut. Es war nicht zu vergleichen mit Uster, da waren meine Beine so schwer.
Die ersten 10km waren schnell rum. Der Puls über die ganze Zeit im Bereich von 150 Schläge pro Minute. Auch daas Anfeuern von Christoph und Annes Eltern wirkten sehr motivierend. Auf den letzten zwei Kilometer konnte ich noch Energie freimachen und so wurde die letzte 5km-Runde meine Schnellste. Und schon sprang ich über die Ziellinie!


Irgendwie hat einfach Alles gepasst - das Wetter, die Stimmung am Wettkampf, die Vorbereitung, die Einstellung, die Verpflegung, die Vorfreude und die Begleitung, die besser nicht hätte sein können. Für mich war der Wettkampf ein persönlicher Erfolg und die Belohnung für die vielen Trainingsstunden. Wie sagt man so schön, die schönsten Dinge sind nicht Dinge sondern Ereignisse. Ein toller Abschluss dieser Triathlon Saison, welcher sich sogleich äusserst motivierend auswirkt in Anbetracht auf meine bevorstehende Langdistanz im nächsten Sommer!

An dieser Stelle auch besten Dank an Alle, die am Sonntag an mich gedacht haben, mich in den letzten Monaten unterstützt, bestärkt und viel Verständnis für die zahlreichen Trainingsstunden aufgebracht haben. 

Hier gibts wie immer Fotos...

5:25.07,8 21.¦Swim 1:00.25 25.¦ Bike 2:34.58 19.¦ Run 1:45.28 18.

Samstag
05Sep2009

Ein bewegter Sommer geht zu Ende

Ja, ich bin aufgeregt! Nicht so fest wie vor 5 Jahren, als ich meinen ersten Marathon gerannt bin. Trotzdem bin ich jetzt bereits seit 6.00 Uhr wach und mein Ruhepuls schlägt nicht wie gewöhnlich mit 40 Schlägen pro Minute. Das sind mindestens 60!

In den letzten 8 Monaten bin ich ungefähr 140km geschwommen, 5000km geradelt und 550km gerannt. Zu Beginn des Jahres relativ planlos mit der Absicht in diesem Jahr ein paar olympische Triathlons zu absolvieren. Mit meinem allerersten Radurlaub in Mallorca geriet ich völlig ins Trainingsfieber. Es folgte eine zweite Trainingswoche in Andalusien. Die Umfänge, vorallem auf dem Rad und im Wasser, steigerten sich von Woche zu Woche. Aufs Laufen musste ich den ganzen Frühling ganz verzichten. Eine Achillessehnen-Entzüngung hat mich geplagt. Dank der guten Betreuung in der Sportklinik in Zürich, konnte ich aber Ende Mai auch die Laufschuhe wieder schnüren.

Meine erster Wettkampf im 2009 in Zug war für mich ein persönlicher Erfolg. Es folgten Zürich und Uster. Alle drei über die olympische Distanz (1,5km swim, 40km bike, 10km run). Im Juli liess die Motivation jedoch nach, ich war müde und fühlte mich oft ausgelaugt.

Mit der Anmeldung zum Ironman in Frankfurt im 2010, begann ich mein Trainingstagebuch etwas genauer zu studieren und bemerkte, dass planloses trainieren nach Lust und Laune mich nicht wirklich zum gewünschten Erfolg bringen würde. Seit drei Wochen trainiere ich nun nach Plan und fachkundiger Betreuung. Die Umfänge haben sich reduziert. Der Fokus liegt nun ganz klar in der Qualität und nicht im Umfang. Mir gehts besser, ich bin entspannter und weniger müde. Die Trainings sind interessanter, weil abwechslungsreicher, aber auch härter geworden.

Die letzte Woche hab ich mich nun fast nur erholt und Teigwaren gegessen;-)
Morgen ist Sonntag, 6. September 2009 und mein Saison-Höhepunkt steht vor der Tür: Die langerwartete Medium Distance in Locarno (2,5km swim, 80km bike, 20km run). Dies ist meine erste Mitteldistanz und ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich da machen werde.

Und nach diesem Wettkampf ist es wie bei Allen: Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf.
Der Feinschliff für den letzten sportlichen Höhepunkt in diesem Jahr wird in Angriff genommen: Der Luzern Marathon Ende Oktober.

Danach folgt Erholung, Wellness und Party und dies einen ganzen Monat lang:-)

Mittwoch
02Sep2009

Freud und Leid am Berg - der Ötztaler Radmarathon

Das war ein aufregendes Wochenende! Meine beiden Freunden, Carsten und Jörg, aus Deutschland haben sich für dieses Jahr einer der härtesten Radmarathone Europas ausgesucht. Da Sölden ja recht einfach von Zürich erreichbar ist und ich die beiden auch mal etwas supporten wollte, hab ich mich kurzerhand entschlossen übers Wochenende hinzufahren.

Der Ötzaler ist mit seinen 238km und etwa 5500 Höhenmeternicht nicht zu unterschätzen. Es sind 4 Pässe (Kühtaii, Brenner, Jaufen, Timmelsjoch) zu befahren, wobei der letzte Pass mit seinen nochmals 1700 Höhenmeter und einer durchschnittlichen Steigung von bis zu 14% nicht zu unterschätzen ist. Für mich eine Tour, die viel Radtraining in den Bergen bedeutet. Ein langer Tag steht den beiden Jungs am Sonntag also bevor.

Um 6.45 Uhr gehts los. Es wird langsam hell. Der Tag wird schön werden. Ein blauer Himmel mit aufgehender Sonne zeigt sich über den Bergspitzen.
Da wird mir auch so richtig bewusst, dass der Sommer wohl nun vorbei ist. Das Thermometer zeigt gerade mal 6 Grad an. 4500 Radfahrer stehen am Start, darunter einige wenige Frauen. Der Startblock ist länger als man sich das vorstellen kann. Alle ausgerüstet mit super Rädern und teurer Ausrüstung. Die ganz Harten fahren kurz los, Andere haben sich eingepackt mit langen Kleidern, Windjacke und Handschuhen. Beginnen tut das Rennen gerade mal mit einer 32km langen Abfahrt nach Ötz. Mich hats jedenfalls gefroren beim Anblick der nackten Beinen.
Ganz vorne stehen die Elitefahrer die als Erste losfahren dürfen. Der Startschuss fällt und die ganze Schar kommt langsam ins Rollen. Das ist schon eindrücklich so was zu sehen und natürlich würde ich da am liebsten auch gleich mitfahren. Wenn ich jedoch an das Höhenprofil denke, dass zu bewältigen ist, bin ich froh, nur als Zuschauerin dabei sein zu können.
Es geht dann auch ziemlich lange, bis die letzen Radfahrer an uns vorbei geflitzt sind.
Für uns war das nun erstmal Alles. Die Fahrer sind jetzt für sich alleine unterwegs, wohl mit der Hoffnung Ihre Kräfte richtig einteilen zu können um heil im Ziel anzukommen.

Andreas und ich wärmen uns erstmal mit Kaffee auf. Wir haben nun den ganzen Tag Zeit bis die beiden wieder in Sölden über die Zielgerade fahren werden. Wir verbringen den Tag mit ausruhen und laufen. Dann zieht es uns doch schneller wieder in den Zielraum als geplant. Der Sieger ist ein kleinerer, drahtiger Italiener, der gerade mal etwas mehr als 7 Stunden für die ganze Tour brauchte. Wahnsinn!!! Die schnellste Frau, eine Belgierin fuhr nach 7.53h ins Ziel.

Andreas, Sonja, Moritz und ich erwarten Carsten und Jörg frühstens um die 10h. Carsten kommt als Erster ins Ziel und ich freue mich so für Ihn, dass er es geschafft hat. Er ist ziemlich aufgelöst und erschöpft. Für Ihn war das anscheinend das härteste was er je erlebt hatte. Dagegen sei Ironman ein Kinderspiel. Und er muss es ja wissen, als Ironman Finisher. Seine Erlebnisse, Eindrücke und Grenzerfahrungen gehen mir nicht weniger unter die Haut als Jörgs, der etwas später ins Ziel einfährt.
Ein riesen Bravo für die beiden und Allen die das hier geschafft haben!!! Die beiden hab Ihren Traum erfüllt und das Ziel erreicht. Ich denke, dass die beiden diesen Tag nicht mehr so schnell vergessen werden.

Hier noch ein paar Bilder dazu...

Dienstag
25Aug2009

Alle gute Dinge sind Drei

Und so ist auch mein dritter Triathlon über die olympische Distanz in Uster, dieses Jahr, ein tolles Ereignis. Der Tag hätte schöner nicht sein können, viel Sonne und noch mehr Blau. Ich bin voller Vorfreude auf den Wettkampf und auf das Wiedersehen mit meinen Freunden.
Und auch wenn das jetzt bereits mein vierter Triathlon ist, bin ich jedes Mal so was von aufgeregt, dass ich das Honigbrot zum Frühstück fast nicht runter bringe. Aber auch das ist normal.

Der See ist so warm, dass das Schwimmen im Neopren verboten ist. Ich starte viel zu schnell und mein Puls jagt nach oben. Es herrscht ein ziemliches Gerangel; von links und rechts werde ich gestossen und geschlagen. Welcome to the club - wovon alle immer erzählen, wiederfährt mir hier jetzt auch. Bin jedoch erstaunt ab mir selbst, wie ruhig ich trotzdem bleibe und einfach weiter schwimme. Ja, es ist das erste Mal, wo ich sogar von Rhytmus sprechen kann, denn bis jetzt war Schwimmen einfach nur mühsam. Doch dieses Mal finde ich die 1500 Meter gar nicht lange.
Ich springe aus dem Wasser und laufe in die Wechselzone. Mein Puls ist viel zu hoch. Dass sind bestimmt 200 Meter bis zu meinem Rad! Ich zittere, als ich die Radschuhe anziehe, laufe los, raus und springe aufs Rad. Ich bin ganz happy, so lange war ich gar nicht im Wasser!

Vor zwei Wochen bin ich trainingshalber die Uster-Radstrecke abgefahren. So wusste ich genau, was auf mich zu kommt. Der Rundkurs ist abwechslungsreich und bietet mit seinen 450 Höhenmeter auch zahlreiche Ausblicke auf die Umgebung rund um den Greifensee. Am Berg fühle ich mich stark und hier kann ich auch ein paar Mädels überholen. In der Fläche hab ich mehr Mühe und kriege schnell müde Oberschenkel. Ich frage mich, ob dies an der Sitzposition liegen könnte? Auf den letzten 10 Kilometer fahre ich nochmals richtig schnell. Drei Mädels fahren mit mir mit und wir wechseln uns ab. Ich wollte auf keinen Fall zurückfallen. Leider hatte ich jedoch auch nicht die Kraft um auszubrechen. Plötzlich pfiff es von hinten! Der Typ auf dem Motorrad gibt uns eine Verwarnung. Ich weiss echt nicht wie man fahren muss, damit dieser Abstand eingehalten werden kann. Na ja, in der Zwischenzeit erreiche ich schon die Wechselzone. Und da geschiehts: Der Anfängerfehler Nummer 1!! Ich hab den Buchstaben meines Platzes vergessen. Ich laufe natürlich zu weit und muss umkehren. Wie peinlich ist das denn?? Ich wechsle in die Laufschuhe, stecke noch einen Gel ein und laufe los.

Bereits auf dem ersten Kilometer spüre ich, dass meine Beine schwer sind. Es ist ziemlich heiss und ich hab Durst. Eine Bestzeit liegt da nicht drin. Umso schöner ist es entlang der Laufstrecke immer wieder Freunde zu treffen, die einem anfeuern. Bei Kilometer 9 bekomme ich wie immer Herzklopfen und Adrenalinschübe. Ich mag das gar nicht so, weil dann mein Puls in die Höhe schnellt und ich das Gefühl hab, die letzten paar 100m so nicht mehr laufen zu können. Nach 2,51h laufe ich ins Ziel ein. Ich bin so happy und freue mich über die vielen bekannten Gesichter die mich im Ziel erwarten!

Gespannt warten wir auf Myriam, die heute Ihren ersten olympischen Triathlon absolviert. Mit einem freudigen Lächeln und ganz locker kommt Sie ins Ziel. Bravo!! So geht für die einen mit diesem Wettkampf die Triathlon Saison zu Ende. Mein Saison-Höhepunkt kommt erst noch: Ganz gespannt und voller Vorfreude erwarte ich den Triathlon von Locarno am 6. September 2009.

2:51.01,6 40. ¦ Swim 34.54 48. ¦ Bike 1:19.56 30. ¦ Run 53.06 35.

Ich selber hab leider keine Bilder gemacht, aber danke an Tom, dass ich seine Bilder hier posten darf.

Montag
10Aug2009

Der Klausen zum Zweiten

Seit Tagen geplant und mit viel Vorfreude erwartet: Der Samstag und somit die Tour von Thun hoch auf den Beatenberg, runter nach Interlaken, rollend nach Meiringen und kletternd auf die Grosse Scheidegg, um dann die steile, enge Strasse nach Grindelwald runter zu düsen.
Der Gedanke an diese Tour und das damit verbundene letztjähriges Inferno Triathlon Erlebnis, löst Herzhüpfen und Gänsehaut gleichzeitig aus. Keine leichte Tour für mich!

Aber bis zur Tour kam es leider gar nicht! Sind wir doch sehr früh in Zürich losgefahren, um vor dem vorhergesagten Regen unsere Tour zu fahren. Um 9.00 Uhr sind wir in Thun. Was machts? Es regnet Bäche!! Echt, das war nicht etwas Regen, sondern das war richtig viel Regen...Also erstmal Kaffee trinken und abwarten. Aus dem Warten wurde ein langes Warten und mehr als einen Kaffee. Die Weiterreise nach Interlaken brachte auch keine Besserung.

Der Vorteil von Triathlon, man ist nicht auf eine einzige Sportart fixiert und eine davon passt immer, auch bei Regen. Also erst Laufen und dann Schwimmen. Trotz Neopren fand ich das Schwimmen im kalten Brienzersee (17 Grad) etwas an der Schmerzgrenze und lange war ich da nicht drin...

Daheim konsultieren wir gleich wieder das Wetter um Pläne für Sonntag zu machen. Es kann doch nicht sein, dass es keine grosse Radtour gibt dieses Wochenende!! Zu lange ist die letzte her.

Der Sonntag beginnt auch gleich mit viel Sonnenschein. Also um einiges besser also die Wettervorhersage gemeint hat. Eine Alternative zur Grossen Scheidegg hier in der Gegend bietet eigentlich nur der Klausen. Und da Michael den noch nicht gefahren ist, wird das unser Berg. Diesmal von Zürich aus.

Wir fahren also locker nach Glarus und weiter über ein paar kleine Bodenwellen bis nach Linthal. Nachdem wir unsere Flaschen gefüllt haben, gehts los in den Berg. Der Tacho zeigt bereits 85km und 500hm. Wir klettern langsam und gleichmässig die erste Rampe rauf. Nach 2/3 spüre ich wie mein Blutzuckerspiegel runter sackt. Die Beine tun noch, aber irgendwie ist es mir unwohl. Ich sollte es eigentlich wissen, zu lange warten mit Essen ist gefährlich. Da hab ich noch Verbesserungspotenzial! Also erstmal anhalten und einen Riegel essen.

Noch ein paar Höhenmeter und das Tal öffnet sich. Einmal mehr bin ich beeindruckt von dieser Weite und dem umliegenden Gebrige bei Urnerboden. Nichts lässt einem vermuten, dass es hier oben so wild und doch einladend ist. Die Sonne lacht uns ins Gesicht und in der Ferne meint man schon die Passhöhe zu sehen.

Die zweite Rampe empfinde ich nicht weniger anstrengender als die Erste, doch gehts schnell vorbei und schon kommt die letzte Kurve, die Gerade und da ist es, dass Pass-Schild! Die Abfahrt nach Altdorf ist nicht unspektakulär. Und hier gibts jetzt auch was zu Essen. Und bitte was anderes als süsse Riegel. Der Tacho zeigt nun bereits 136km, 1800Hm.

Uns ist noch nach weiterfahren und so rollen wir in Richtung Brunnen, entlang des Vierwaldstättersees, weiter nach Schwyz, Arth-Goldau und Zug. Inzwischen ist bereits Abend und nach 180km ist das jetzt auch genug für heute. Nach Hause gehts mit dem Zug.

Und noch ein paar Bilder.

Tour:

Zürich - Ziegelbrücke - Glarus -Linthal - Klausenpass - Altdorf - Brunnen - Schwyz - Arth-Goldau - Zug
Ca. 180km / 2100Hm