Daheim Wieder daheim!
März 5, 2008 at 07:51 Die letzten Tage in Dunedin vergingen schnell. Leider gibt es davon fast keine Bilder, denn der Herbst nahm Einzug und es wurde von Tag zu Tag grauer. So fiel es uns am Sonntag relativ einfach, Dunedin zu verlassen um langsam aber sicher an die Heimreise zu denken, respektive Weiterreise fuer Livia. Sie wird die naechsten 6 Wochen in Australien verbringen.
Am Sonntag fuhren wir unter stroemendem Regen die 400km nordwaerts die Kueste rauf nach Christchurch, was unser Reiseziel dieser 5 wunderbaren Ferienwochen war.
Am Montag Morgen gings fuer mich schon los. Mein Flieger nach Auckland startete um 11.00 Uhr. Alles ging diesmal glatt. Die Flieger waren puenktlich, das Essen fein und das Unterhaltungsprogramm abwechselungsreich. Nach einer 36 stuendiger Reise bin ich gestern morgen (4.3.2008) um 6.00 Uhr in Zuerich gelandet mit Herzklopfen und viel Vorfreude. Nun freue ich mich ueber das Wiedersehen mit Euch allen und geniesse noch ein paar Ferientage Zuhause bis ich am Montag wieder zu arbeiten beginnen werde.
Dunedin seit 25.02.08
Februar 28, 2008 at 10:10 Seit Montag Abend sind wir nun schon in Dunedin. Dunedin ist eine kleine Stadt mit 110 000 Einwohner. Eingerahmt von einer Hügelkette liegt die Stadt selbst direkt am Pazifischen Ozean und am Otago Harbour, einer Bucht, die von der Otago Peninsula umschlossen wird. In dieser Stadt fuehle ich mich sehr wohl und die Stadt bietet meiner Meinung nach eine hohe Lebensqualitaet: das Meer mit dem Strand, die nahegelegenen gruenen Huegel rund um die Stadt, gute oeffentliche Verkehrsmittel, zahlreiche Schwimmbeader, coole Bars und Cafes, kleine Kinos und unglaublich hilfsbereite und nette Menschen.
Wir wohnen bei der Familie Theis in einem sehr schoenen Quartier namens "Roselyn" auf dem Huegel. Die Theis sind Bekannte von Livia. Unsere Gastgeber verwoehnen uns sehr. Virginia bekocht uns mit leckeren Speisen und bereichert unsere letzten Ferientage mit schoenen Ausfluegen.
So fuhren wir heute zum nahegelegenen, aber voellig unbekannten, Doctors Point. Hier beim Meer hat die Familie ein Ferienhaus mit 4Hektaren Garten. Der Strand nebenan ist wunderschoen und menschenleer. Wir waren alleine mit den Voegeln und den Muscheln...
Es tut gut ein paar Tage am selben Ort zu bleiben und wieder einmal in einem richtigen Bett zu schlafen. Und ich geniesse es sehr, Lebensmittel die gekuehlt werden muessen, zu verzehren oder zu trinken. Denn auf diese mussten wir auf unserer Reise verzichten. Im Auto schmilzt einfach alles dahin;-)
Ein weiteres Highlight meiner Ferien hat gestern stattgefunden. Livia und ich haben am Strand von St. Claire Surflektionen genommen. Das Wetter war grau und windig und deshalb gibts von diesem Event leider keine Photos...Es hat uns unglaublich Spass gemacht, obwohl wir nur ein paar Male und nur fuer ein paar Sekunden auf dem Brett stehen konnten. Nach zwei Stunden waren wir voellig am Rumpf und heute plagt uns der Muskelkater! Egal, am Samstag wollen wir nochmals raus in die Wellen und vielleicht kann ich danach ein paar Fotos uploaden.
"Gute Nacht" oder besser "guten morgen" und bis bald!
Catlins 24./25.02.08
Februar 26, 2008 at 00:39 Ueber Neuseeland zog in den letzten Tagen ein starkes Tief. Regen ueberall und Windgeschwindigkeiten in Rekordhoehe. Auch die Fjordlands waren damit stark betroffen und somit wurde unsere gebuchte Kajaktour leider abgeblasen.
Wir fuhren am Sonntag deshalb weiter nach Suedwesten an die wundeschöne und wilde, teilweise geradezu menschenleere Catlins Coast im Südosten Neuseelands. Hier konnten wir leider keine Pinguine sehen, dafuer Delphine, Seeloewen und Seeelefanten beobachten.
Wir uebernachteten an der Curio Bay. Gleich auf der anderen Seite des Campgrounds, befindet sich der "versteinerte Wald" - ein Wald, der vor ungefähr 120 Millionen Jahren unter Vulkanasche begraben wurde. Im Laufe der letzten Jahrtausende wurden die nun versteinerten Bäume durch das Meer freigewaschen, und bieten heute den leicht verwirrenden Anblick von Baumstrunken und Holzstücken inklusive aller Holzstrukturen, aber aus Stein, an. An genau diesem Strand brüten, übrigens auch einige Paare «Yellow Eyed Pinguins», von denen es nur noch etwa 6000 bis 7000 geben soll. Leider haben wir sie nicht gesehen.
Gestern Abend sind wir vorzeitig bei den Bekannten von Livia in Dunedin angekommen. Wir bleiben voraussichtlich hier bis am Sonntag, bevor wir nach Christchurch fahren um am Montag abzufliegen.
Ein versteinerter Baumstrunk neben der Curio Bay.
Kepler Track 20.-23.02.08
Februar 23, 2008 at 03:48 Ihr denkt jetzt vielleicht, "...schon wieder einen Wanderbericht"?! Ich werde mich kurz halten, da es diesmal keine Abenteuer zu berichten gibt.
Hier vorab noch ein paar Infos:
Der Kepler Track ist ein "Great Walk". Great Walks sind Wanderungen die durch die schoensten Landschaften von Neuseeland fuehren. Die Huetten und die Wanderwege sind viel besser unterhalten als auf anderen Wanderungen. Die meisten Great Walks verfuegen ueber ein Buchungssystem um den Besucheransturm unter Kontrolle zu halten.
Wir wussten zwar von diesem Buchungssystem, rechneten aber hier nicht mit einer solchen Beliebtheit des Tracks. Deshalb hatten wir auch keine Platz mehr in den Huetten, ausser in der letzten (Luxmore Hut).
1. Tag: Te Anau - Shallow Bay
Wir starteten also am Mittwoch Nachmittag den Kepler Track von Te Anau aus in Richtung Shallow Bay mit relativ schweren Rucksaecken. Es war eine flache Wanderung entlang des Waiau River durch einen saftigen subtropischen, farmreichen Wald. In der Shallow Bay angekommen, waren wir uebergluecklich hier unser Zelt aufstellen zu koennen. Die kleine Bucht am Lake Manapouri war wunderschoen und es schien als waeren wir fast die einzigen hier. In dieser Nacht war Vollmond und es blieb sehr hell. Die Voegel sangen die ganze Nacht und konnten wohl nicht schlafen?! Ich naehmlich auch nicht, trotz dem Wein, den wir mitgeschleppt hatten...
2. Tag: Shallow Bay - Iris Burn Hut
Wir marschierten gegen 9:30 Uhr los. Auch diese Etappe war relativ leicht. Wir stiegen kontinuierlich auf den 18km ca. 450 Meter an. Der Weg ist wirklich unglaublich gut praepariert. Uebreall wo es Sumpf haben koennte oder ein Baechlein hat kann man Bruecken ueberqueren. Alle 8km steht ein Klo am Wegrand. Uns wurde schnell klar, warum die Huetten hier $40 kosten! Hier bezahlt man vorallem den Unterhalt des Weges.
Obwohl die Wanderung eigentlich nicht so lang war, kam es uns ewig vor. Die ganze Zeit wanderten wir im Wald. Wenn man keine Aussicht hat und nichts mehr sieht ausser Baume, verliert man auch den Sinn fuer die Distanz. Auf der Etappe kamen uns gegen 50 Wanderer entgegen. Wir fuehlten uns daher nicht so sehr in der Natur.
Bei der Iris Burn Hut angekommen, empfieng uns einen Schwarm von Sandflies. Mich hatten diese fliegenden Geziffer besonders gerne. Meine Beine sind voller Stiche, die unglaublich jucken. Nun, auch das ist Neuseeland;-)
Eigentlich wollten wir die restliche Zeit des Tages mit Ausspannen und Karten schreiben verbringen. Doch es war unmoeglich sich draussen irgendwo hinzusetzen. So besuchten wir erst den nahegelegenen Wasserfall. Anschliessend zogen wir uns an, inkl. Socken und Muetzen, sprayten unsere Gesichter mit Antibrumm ein und spielten mit unseren Zeltnachbarn aus Israel eine paar Runden Karten bis es dunkel wurde.
3. Tag: Iris Burn Hut- Luxmore Hut
Am dritten Tag stand die Koenigsetappe auf dem Programm. Es galt auf 14.6km, 1300 Hoehenmeter zureuckzulegen. Die ersten 900 Hoehenmeter bezwangen wir auf den ersten paar Kilometer auf einem steilen Weg der uns auf einen Grad fuehrte. Oberhalb der Baumgrenze fing es an und zu gefallen. Endlich sah man etwas von der Umgebung und den Bergen. Wir hatten Glueck mit dem Wetter. Es war nicht wolkenfrei, aber doch recht sonnig und warm. Die naechsten 3h verbrachten wir auf dem Grad und sahen links und rechts wunderschoene Landschaften.
Wir marschierten gegen Abend mit gemischten Gefuehlen, der Luxmore Hut entgegen. Hier konnte man nicht campieren und wir hatten zwei Betten in der Huette reserviert. Wir wussten, dass die Huette gross ist, denn sie kann 60 Personen unterbringen. So war es dann auch, ein riesen Ding mit modernem Klo und Gaskocher uns sogar normalem Licht im Aufenthaltsraum. Uns gefiels hier nicht sonderlich.
Die zwei Schlafraume fassten jeweils 30 Personen. Ihr koennt Euch ja vorstellen was das fuer ein "Schnarchkonzert" war. Irgendwie war auch die Belueftung des Raumes nicht optimal. Die Temperatur stieg und der Gestank auch...
4. Tag: Luxmore Hut - Te Anau
Heute hatten wir mit Regen gerechnet. Doch gegen 8:00 Uhr, als wir los wanderten, lachte uns ab und zu sogar die Sonne an! Uber dem See herrschte eine ganz besonders schoene Stimmung. Die letzte Etappe ging durch den Wald den Berg runter zum See. In knapp 3,5 Stunden waren wir bereits beim Parkplatz angekommen.
Das Schoenste der Wanderung war der Abschnitt ueber den Grad, der Rest war etwas eintoenig. Wir werden bestimmt keinen Great Walk mehr machen, da es uns einfach viel zu viele Leute hat. Nun wahrscheinlich war das sowieso unsere letzte laengere Wanderung.
Ich habe nun keine Zeit mehr um die Bilder hochzuladen, werde diese aber in Kuerze noch nachholen. Bis bald und schoenes Wochenende...